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Genussabend mit Bar und Dinner: So wird er rund

Der beste Abend beginnt selten mit einem starren Plan. Er beginnt mit der Frage: „Treffen wir uns auf einen Drink?“ - und endet bestenfalls Stunden später mit gutem Essen, einem zweiten Cocktail und Geschichten, die beim Heimgehen noch immer für Gelächter sorgen. Genau das macht einen Genussabend mit Bar und Dinner aus: Nicht einfach nur essen gehen und auch nicht bloß auf ein Getränk aus sein, sondern beides bewusst miteinander verbinden.

Für Paare ist das die feine Abwechslung zum üblichen Date. Für Freundesrunden ist es die angenehme Antwort auf die Frage, ob man zuerst essen oder gleich in die Bar soll. Und für alle, die nach einem langen Arbeitstag nicht direkt heim aufs Sofa wollen, ist es ein Abend, der sich nach Ausgehen anfühlt, ohne dass man dafür einen großen Anlass erfinden muss.

Genussabend mit Bar und Dinner braucht einen guten Rhythmus

Ein stimmiger Abend hat Tempo, aber keinen Stress. Wer sofort zum Hauptgang hetzt, lässt oft genau den Teil aus, der aus einem Restaurantbesuch ein Erlebnis macht: das Ankommen. Ein Aperitif an der Bar schafft Abstand zum Alltag. Jacke weg, Handy in die Tasche, erster Schluck, erste Neuigkeiten. Plötzlich ist man nicht mehr zwischen Kalender, Einkaufsliste und Parkplatzsuche, sondern mitten im Abend.

Danach darf das Dinner ruhig Gewicht bekommen. Gute Küche braucht keine Nebendarstellerrolle. Ob ein saftiges Steak, Beef Tatar, Surf and Turf oder ehrliche österreichische Hausmannskost: Entscheidend ist, dass am Tisch etwas landet, auf das man sich freut. Essen bringt Menschen zusammen, vor allem dann, wenn es nicht geschniegelt daherkommt, sondern großzügig, sorgfältig und mit Geschmack.

Zum Abschluss geht es wieder lockerer weiter. Vielleicht noch ein Cocktail, vielleicht ein Digestif, vielleicht einfach ein Getränk, das man ohne Blick auf die Uhr genießt. Der Wechsel zwischen Bar und Tisch ist dabei kein Programm, das man abhaken muss. Er ist eine Einladung, den Abend länger und besser werden zu lassen.

Erst anstoßen, dann ordentlich genießen

Der Drink vor dem Essen erfüllt mehr als eine dekorative Aufgabe. Er gibt der Runde Zeit, anzukommen, und macht Appetit auf das, was folgt. Wer es prickelnd mag, startet mit Sekt oder einem spritzigen Aperitif. Wer lieber Ecken und Kanten im Glas hat, greift zu einem klassischen Longdrink oder Cocktail. Und wer gerade kein Alkoholthema braucht, ist mit einer alkoholfreien Variante mindestens genauso gut dabei - Geschmack ist schließlich keine Promillefrage.

Wichtig ist die Dosierung. Ein Aperitif soll den Gaumen wecken und die Stimmung heben, nicht das Dinner überfahren. Gerade wenn danach ein kräftiger Hauptgang geplant ist, passen frische, eher leichte Drinks oft besser als sehr süße oder schwere Kreationen. Bei einem würzigen Steak darf es im Glas mutiger werden, bei feinen Fisch- oder Surf-and-Turf-Gerichten funktioniert ein frischer, zitrischer Auftakt besonders gut.

Der Tisch darf mehr können als nur satt machen

Ein gutes Dinner darf vertraut sein. Ein knuspriger Schweinebraten, ein klassisches Schnitzel oder flaumige Buchteln haben ihren Platz, weil sie nach Genuss ohne Theater schmecken. Gleichzeitig darf es an besonderen Abenden auch ein bisschen mehr sein: ein hochwertiges Steak mit den passenden Beilagen, Beef Tatar zum Teilen oder eine Kombination aus Land und Meer, wenn der Appetit nach großem Auftritt verlangt.

Gerade in einer Gruppe lohnt es sich, nicht alle auf Nummer sicher gehen zu lassen. Einer bestellt das, worauf er seit Tagen Lust hat, die nächste wählt etwas Neues - und plötzlich gibt es am Tisch mehr zu reden als über das Wetter. Teilen ist dabei kein Muss, aber bei Vorspeisen oder ausgewählten Gerichten eine ziemlich gute Idee. Ein Löffel Beef Tatar zum Probieren hat schon so manche Menüentscheidung gerettet.

Bei großen Hunger-Runden gilt eine einfache Regel: lieber ehrlich bestellen als heldenhaft unterschätzen. XL-Portionen sind nichts für den leisen Appetit, aber ideal, wenn nach Sport, einem langen Arbeitstag oder einer ausgedehnten Feier wirklich etwas auf den Teller soll. Genuss heißt nicht, möglichst viel zu schaffen. Genuss heißt, dass alle zufrieden vom Tisch aufstehen - und nicht schon nach der Vorspeise überlegen, wo es später noch eine Jause gibt.

Die Gesellschaft macht aus Essen einen Abend

Ein Abend zu zweit braucht etwas anderes als ein Geburtstag mit acht Leuten. Beim Date zählen Atmosphäre, Zeit und die Möglichkeit, nach dem Essen nicht gleich wieder aufbrechen zu müssen. Bei Freundesrunden sind lebendige Plätze, gute Drinks und Speisen mit Gesprächsstoff Gold wert. Und wer mit Kolleginnen und Kollegen unterwegs ist, freut sich über ein Lokal, in dem man nach dem Feierabend nicht geschniegelt sein muss, um sich trotzdem besonders zu fühlen.

Für Gruppen ist eine kleine Absprache vorab hilfreich. Nicht im Sinn eines Sitzungsprotokolls, keine Sorge. Aber ein „Wir essen zuerst, treffen uns um halb acht an der Bar“ verhindert, dass die Hälfte hungrig und die andere Hälfte noch im Verkehr steckt. Wenn alle ungefähr wissen, wie der Abend beginnt, bleibt mehr Raum für das, worauf es ankommt: reden, lachen und in Ruhe genießen.

Auch beim Gespräch darf man sich etwas trauen. Ein Genussabend ist kein Business-Lunch und kein Familienessen, bei dem um Punkt neun der Abwasch wartet. Also ruhig über die Reisepläne sprechen, die seit Monaten in der Schublade liegen. Über den alten Schulfreund, der plötzlich wieder auftauchte. Oder über die Frage, wer am Tisch tatsächlich die größte Portion bewältigt. Kleine Wetten gehören zum guten Abend fast so sehr wie ein guter Drink.

Atmosphäre ist kein Beiwerk

Man merkt schnell, ob ein Lokal nur Tische aufstellt oder ob es einen Abend gestalten kann. Licht, Musik, Platz zwischen den Tischen, der Blick zur Bar und ein Service, das präsent ist, ohne dauernd dazwischenzufunken - all das entscheidet mit. Besonders angenehm sind Orte, an denen man nicht nach dem Hauptgang das Gefühl hat, den Platz freimachen zu müssen.

Restaurant, American Bar und ein Bereich zum entspannten Weiterziehen unter einem Dach machen die Sache einfach. Kein Jackenholen, kein Wettercheck, keine Diskussion, ob man noch in ein anderes Lokal weiterfährt. Bei The First in Sankt Veit an der Glan kann der Abend genau so laufen: erst ankommen, dann ordentlich essen, danach noch bleiben. Dahoam - nur ohne Abwasch und mit deutlich besseren Cocktails als aus dem Küchenkastl.

Das heißt aber nicht, dass jeder Genussabend bis tief in die Nacht dauern muss. Manchmal ist der perfekte Ablauf ein Aperitif, ein großartiges Dinner und ein entspannter letzter Drink. Wer früh rausmuss oder lieber bei einem guten Ende bleibt, macht nichts falsch. Die Qualität eines Abends misst sich nicht an der Uhrzeit, sondern daran, ob man beim Gehen denkt: Das machen wir bald wieder.

Kleine Entscheidungen, große Wirkung

Damit der Abend leicht bleibt, hilft es, ein paar Dinge nicht dem Zufall zu überlassen. Bei einem besonderen Anlass ist eine Reservierung vernünftig, vor allem für größere Runden oder wenn ein bestimmter Bereich gewünscht ist. Bei der Kleidung gilt: so, dass man sich wohlfühlt. Ein Genussabend ist kein Kostümball, aber die Jogginghose darf heute vielleicht Urlaub machen.

Beim Essen sollte niemand versuchen, allen Erwartungen gleichzeitig gerecht zu werden. Wer Lust auf Hausmannskost hat, bestellt Hausmannskost. Wer heute Steak will, nimmt das Steak. Und wer lieber eine Vorspeise und danach Dessert statt eines riesigen Hauptgangs möchte, macht das genauso. Der beste Tisch ist jener, an dem jede Person genau das genießt, worauf sie wirklich Gusto hat.

Ein guter Abend muss nicht perfekt durchgeplant sein. Er braucht nur einen Ort, an dem Essen, Drinks und Menschen zusammenpassen - und die Bereitschaft, nach dem ersten „nur auf einen“ noch ein wenig zu bleiben. Der Rest ergibt sich meistens ganz von selbst.

 
 
 

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